Tunesisches Chakchouka mit selbstgemachtem Harissa

Es gibt sicherlich eine Million Varianten von Chakchouka (und Harissa), nicht nur aus Tunesien, sondern auch aus Israel, Marokko, Libyen, Ägypten usw. Meine Variante stammt von der tunesischen Schwägerin eines Freundes und wurde von mir leicht abgewandelt (da ich mir nicht mehr genau sicher war und einfach etwas probierte). Herausgekommen ist dabei folgendes. Das Rezept reicht für ca. 2 Personen. Das Gericht ist sehr würzig und mitunter scharf, sodass ich es durch dazugereichte Dips etwas abmildere.

DSC03576

Zutaten:

1. Chakchouka

  • 4-5 große Tomaten
  • 2 rote Paprika
  • 4 Eier
  • 1-2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Zehe Knoblauch

2. Harissa

  • 4 rote, lange Chilischoten
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1-2 Teelöffel Koriander Paste oder frisch gehackter
  • Öl

3. Beilagen und weitere Zutaten

  • zartes Hähnchenfleisch/filet
  • Honig
  • helles Baguette
  • Frischkäse pur
  • Salz und Pfeffer
  • Öl und/oder Butter

Dann versuche ich mich jetzt mal daran, euch mein Rezept nahezubringen =)

Das Harissa ist schnell gemacht. Die Chilis waschen, entkernen und sehr fein hacken. Die Zwiebeln und den Knoblauch klein schneiden und anbraten, die Chilis kurz darauf hinzufügen. Auf diese dann eine gute Portion Öl geben, es darf darin schwimmen. Gut verrühren und auf niedriger Stufe köcheln lassen. Nach einigen Minuten dann die Koriander-Paste hinzufügen und damit abschmecken bzw. eher nach dem Geruch gehen. Das Harissa kann eine gute Weile köcheln, bis es schön eingekocht ist, aber immer noch gut im Öl schwimmt. Die fertige Paste dann in eine Schale füllen. Ich stelle sie solang in den Kühlschrank.

Für das Chakchouka die Tomaten und die Paprika waschen, entkernen und würfeln. die Frühlingszwiebeln und den Knoblauch klein schneiden (je nach Geschmack) und in Butter oder Öl anbraten. Auf mittlerer Hitze die Tomaten und die Paprika hinzufügen, kurz köcheln lassen und dann kleine Mulden formen. In diese Mulden werden die Eier wie Spiegeleier vorsichtig geschlagen, sodass die Eigelbe erhalten bleiben und kein Rührei draus wird. Die Eier werden in den Mulden dann schön durchgebraten, aber man sollte mit der Hitze vorsichtig sein. Es dauert relativ lange (viel länger als beim Spiegelei) und wenn es zu heiß ist, braten die Tomaten an.

Während das Chakchouka nun vor sich her köchelt, wird das Fleisch klein geschnitten und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Das ganze mit etwas Öl oder Butter in eine neue Pfanne geben und mit einer guten Portion Honig übergießen. Die süße Note des Fleisches ergänzt dabei hervorragend die herzhafte und scharfe Note des Chakchoukas. Das Fleisch ruhig braten, bis es durch den Honig dunkel wird.

Das Baguette in Scheiben schneiden und den Frischkäse anrichten. Wir essen es immer so, dass wir Frischkäse auf das Baguette machen und darauf das Harissa streichen. Das ist schön würzig, aber nicht zu scharf.

Guten Appetit!!

DSC03578

Advertisements

8 Gedanken zu „Tunesisches Chakchouka mit selbstgemachtem Harissa

    • Musst Du nicht! Du kannst das Innenleben rausschneiden, aber Du kannst es auch mitmachen – es verkocht ziemlich schnell!! Ich machs meistens mit. Also man muss eher ein bisschen aufpassen, dass es nicht anbrennt, weil die Spiegeleier länger dauern auf dem Sud 🙂

  1. ich habe es heute nachgekocht und kann die Begeisterung nur teilen. Mir ist zwar (trotz Warnung) das Ganze an ein paar Stellen von unten angebracht, aber das haben wir einfach an die Seite geschoben und uns auf die anderen Köstlichkeiten konzentriert. 😀 Und ich war zu vorsichtig mit Chili und (frischem) Koriander – nächstes Mal also noch mehr von beidem 🙂

    • Wie viel Chili hast Du denn ins Harissa gemacht?? Also für 2 Personen braucht man schon so 3-4 Schoten. 😉 Sonst hat man zu wenig. Der Ausgleich kommt ja durch das Fleisch und v.a. durch das Baguette mit dem Frischkäse 🙂

      Aber freut mich, dass es Dir sonst sehr gut geschmeckt hat! 🙂

      • Oh, jetzt erst deine Frage gesehen, nachdem ich das Gericht heute zum zweiten Mal gekocht habe 🙂 Heute hatten wir 4 Chilis, aber die waren nicht besonders lang. Nächstes Mal muss ich noch mehr nehmen. Aber ich kann auch echt scharf essen. Meinem Freund war es heute genau richtig scharf! 🙂

      • Lach. 🙂 Aber freut mich, wenn das Rezept bei euch so gut ankam. Vielleicht machst Du ja mal ein Bild und schickst es mir auf Twitter oder so? 😀 Also vielleicht habt ihr nicht die richtige Schärfe bei den Chilis? Bei der Anzahl gehts eher um die Menge des Harissas und weniger um die Schärfe. Ich habe letztens Chilis Schärfe 4/10 und Schärfe 8/10 gemischt – hmm lecker.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s