Vom Winde verweht – Margaret Mitchell

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Buch: Vom Winde verweht
Autor: Margaret Mitchell
Verlag: Weltbild
Seiten: 1135 Seiten

Vor etlichen Jahren lieh mir meine beste Freundin dieses Buch. Vor einigen Monaten wollten auf Lovelybooks ein paar Bekannte eine Leserunde dazu starten und so suchte ich nach einer eigenen Ausgabe – immerhin die Gelegenheit, sich das Buch doch noch zu beschaffen und ein zweites Mal zu lesen. Dank Hugendubel hatte ich da auch mächtig Glück – eine tolle HC-Ausgabe für 5 Euro – kein Mängelexemplar. Aber ansonsten lohnt es sich auch trotzdem, sich das Buch zuzulegen 😉

Wer hier allerdings eine kitschige Liebesgeschichte erwartet ist ziemlich falsch dran. In der Leserunde hat eine sogar das Buch abgebrochen, weil es ihr zu wenig Liebe war. Das kommt auf den Ansichtspunkt drauf an – es ist halt ziemlich anders dargestellt als in heutigen Liebesromanen, sehr authentisch, sehr zerbrechlich, sehr hart.

Meine Meinung:

„Vom Winde verweht“ habe ich bereits vor knapp 8 Jahren das erste Mal gelesen. Und war damals schon hin und weg von dieser dramatischen und realistischen Geschichte, einem wahren Gesellschaftsportrait der Zeit vor, während und nach des Sezessionskrieges.

Mittelpunkt der Geschichte bildet die 16jährige Scarlett O’Hara – ein verwöhnter, egoistischer Backfisch, der nichts mehr liebt als sich selbst. Und durch den harten Krieg und die vielen Leiden sich durchkämpfen muss. Früher oder später muss man Scarlett einfach bewundern – ihre Stärke, ihre Authenzität, die sie trotz all ihrer Fehler hat.

Das Buch begleitet Scarlett 12 Jahre lang, in dem sie während dieser stürmischen Zeiten und dem Untergang ihrer Kultur so einiges erlebt, leidet und verliert. Es ist schrecklich zu lesen – kommt dabei aber sehr echt und wahr herüber.

In ihrem Leben spielen viele Figuren eine Rolle, die sie in ihrer Charaktereigenenart aber nicht als diese erkennt. Wer aber denkt, er bekommt hier eine kitschige Liebesgeschichte mit Rhett Butler – den muss ich enttäuschen. Die Liebe spielt eine Rolle, Rhett spielt eine fabelhafte Rolle – aber man sollte sich darauf gefasst machen, dass es hier um weit mehr geht.

Es gibt wunderbare Beschreibungen, herrliche Geschichten, grausame Tragödien und ein großes Leben voller Leid und Ereignissen. Aber für mich ist das viel mehr Wert als eine simple Liebesgeschichte. Das Buch erzählt so viel mehr, es ist so viel komplexer, dass es eine wahre Lesefreude ist.

Mitchells Stil ist unvergleichlich und ich schätze ihre Liebe zum Detail und ihre wunderbare, bildliche Art zu erzählen. Auch wenn manche Jahre wie im Fluge vergehen und in kurzen Absätzen gehandelt werden, werden andere so geschildert, dass man sich nicht nur als Zuschauer fühlt.

Ein fabelhaftes und berührendes Buch. Immer wieder.

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Ein Gedanke zu „Vom Winde verweht – Margaret Mitchell

  1. Pingback: Lesemonat September 2013 | katnissdean

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