Das Problem mit den Buchreihen

Das Bücher aktuell vor allem als Trilogien oder allgemein als Reihen jeglicher Anzahl verkauft werden, ist dem gemeinen Buchliebhaber bekannt. Wenn man sein eigenes Kaufverhalten anschaut, dann weiß man durchaus auch, wie viele Reihen man da eigentlich hat. Dachte ich. Falsch gedacht!

Ich habe mich heute morgen mal vor meine Regale gesetzt und eine kleine Liste angefertigt. Das Ergebnis hat mich doch etwas mehr schockiert.

Sage und schreibe – allein im Regal GELESEN – habe ich knapp 40 angefangene Buchreihen. Durch den SuB kommen da locker nochmal 10 dazu. Wenn ich allein nur die restlichen Bücher dieser Reihen kaufe, komme ich auf etwas mehr als 100 Bücher. Dazu sammel ich noch die Maigret-Bände. Dann bin ich bei über 170. Plus die unfertigen Reihen vom SuB… runden wir also mal auf und kommen auf locker 220 Bücher.

220 Bücher nur um eine angefangene Geschichte zu beenden! Okay, Maigret müsste ich nicht komplett kaufen, will ich aber 😉 Dennoch sind das dann immerhin über 150 Bücher, nur um eine Geschichte zu beenden.

Wenn ich mir das vornehmen würde, nur noch die Reihen zu vervollständigen, könnte ich die nächsten Jahre wohl nichts anderes mehr kaufen. Das fänd ich aber ziemlich blöd, muss ich gestehen.

Ich werde mich jetzt also mal hinsetzen und überlegen, welche Reihen ich davon definitiv nicht mehr abschließen werde. Vielleicht gibt es ja die ein oder andere, die ich so stehen lassen kann. Oder vertauschen. Ich trenn mich doch aber so ungern von Büchern.

Zudem werde ich die Liste dann doch Stück für Stück gezielter abarbeiten. Damit wenigstens in den nächsten Monaten mal ein bisschen beendet wird. Bei den Reihen, die mir sehr gut gefallen haben und zB alle Bände draußen sind 🙂

Mir ging es schon eine Weile so, dass ich bei neuen Trilogien oder Reihen überlegt habe, ob ich sie überhaupt anfange. Es wäre dann doch mal wieder schön, eine Geschichte einfach nach einem Band zu beenden und sich zu freuen.

Wie seht ihr diese Problematik? Habt ihr auch ähnliche Erfahrungen? Wollt ihr euren Buchreihen vielleicht auf den Kampf ansagen?

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6 Gedanken zu „Das Problem mit den Buchreihen

  1. Ja, diese Reihen nehmen wirklich überhand. Ich habe auch um die 40 oder 50 angefangene Reihen, wo ich 1 oder 2 Bände schon gelesen habe, der Rest auf dem SuB ist oder noch wartet gekauft zu werden. Und völlig ungelesene Reihen sind ja auch noch auf dem SuB. Das ist echt nicht mehr normal und ich frage mich auch jedes Mal: Brauchst du das wirklich? Ich will wieder mehr Einzelbände und wir stehen damit auch nicht alleine da. Aber wenn du viele Leser hast, die den ersten Teil einer Reihe lieben, werden die auch die Folgebände kaufen. An denen ist ja damit viel Geld zu verdienen. Nehmen wir das Beispiel Ashes. Ich HASSE es, dass der dritte Teil in Deutschland auf zwei Bücher aufgeteilt wurde. Das sind zweimal 18 Euro, also 36. Für den Abschluss einer Geschichte, die mir immer weniger gefällt. Super… Und wenn ich mir House of Night, Rachel Morgan, Game of Thrones und pipapo angucke, wo schon über 10 Teile existieren… Boah nee. Irgendwann muss doch mal Schluss sein. Ist das seit Harry Potter so oder gabs das vorher auch schon in dem Ausmaß? Trilogien sind ja noch okay. Harry Potter war mit seinen 7 Bänden schon etwas Besonderes und stach aus der Masse heraus, fand ich. Aber im Jugendbuchbereich gibt es mir mittlerweile auch zu viele Trilogien. Einzelbände! Höchstens mal einen Zweiteiler, aber dann muss doch gut sein… Man könnte natürlich auch darauf umsteigen sich diese Reihe dann nur noch aus der Bücherei auszuleihen, dann gibt man zumindest nicht massig Geld dafür aus. Allerdings frage ich mich auch immer wieder, wie man diese Masse an Büchern lesen will… :/

    • Ich habe auch das Gefühl, dass es doch nach Potter mehr Überhand genommen hat. Warum gerade Trilogien so typisch sind, weiß ich auch nicht. Längere Reihen gab es ja immer mal wieder, aber waren wirklich was Besonders. Wie zB die Vampir-Chroniken von Anne Rice. Aber heutzutage muss man ja fast wirklich alles immer aufteilen. Uff. Oder Doppel-Trilogien. Wie die City of Bones Reihe. Weil man erfolgreich ist und was hinterher schieben muss. Aber eine neue Geschichte wohl nicht lukrativ genug ist?!

      Ja, Ashes… da kennst Du ja eh meine Meinugn dazu *g*

      Da lob ich mir zB Nina Blazon. Sie hat nur 2 Trilogien geschrieben und ansonsten fast 20 Einzelbände. Das ist ja heute schon fast etwas Besonderes.

  2. Ich muss sagen, mir gefällt das Prinzip der Buchreihen aus dem Grund, dass man in einer geliebten Welt viel länger verweilen und mitfiebern darf, die Handlung viel dichter, tiefer und komplexer wird. Ich mag das sehr und freue mich dann über jede neue Fortsetzung wie bei einer guten Serie. Problem ist allerdings, wenn die Reihe nach und nach abbaut und man nicht mehr weiß, ob sich das weiterlesen lohnt. Oder wenn der Verlag den Rest nicht mehr veröffentlicht. Oder wenn die Folgebände zu lange auf sich warten lassen. Das ist natürlich sehr unschön und stört den Lesefluss. Die Gefahr, eine Reihe anzufangen, die einem irgendwann nicht mehr gefällt ist natürlich groß, aber wenn es sich lohnt, dann finde ich es umso schöner, wenn nach einem Buch nicht schon Schluss ist. 🙂

    • Das stimmt natürlich – nicht umsonst habe ich ja auch so viele Reihen 😉 Es hat auch Vorteile und v.a. bei Potter tauche ich auch immer wieder gern in diese Welt ab. Da gibt es sicher viele schöne Beispiele. Die Mercy-Wolves Reihe oder die Tinten-Trilogie usw.

      Aber es gibt eben auch die Nachteile. Wenn man nur noch Reihen schreibt, weil das grad alle machen. Nicht, weil man wirklich was zu erzählen hat. Dann wird es halt schnell unschön und man kauft das dann umsonst.

  3. Bei diesem Thema taucht dann (erneut) die Frage auf: „Sind Trilogien Reihen?“
    Ich persönlich habe sie dort nämlich immer ausgeklammert. Zählt man sie allerdings dazu, dann kommt auch bei mir eine ganz schöne Summe zusammen…
    LG

    • Was sollten 3 Bücher denn sonst sein? Eine Reihe ist per se mehr als ein Band. Also ob Dilogie, Trilogie, Tetralogie oder Heptalogie ist da ziemlich wurscht. Ab 2 Bänden zählt alles zum Mehrteiler/ zur Reihe.

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