Atemnot – Ilsa J. Bick

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Buch: Atemnot
Autor: Ilsa J. Bick
Verlag: Egmont INK (September 2014)
Seiten: 352 Seiten

Das Buch erscheint ja erst nächsten Monat, aber dank Lovelybooks und der Aktion vom Verlag gehörte ich zu den Glücklichen, die es bereits vorab lesen durften.

Meine Meinung:

Dass Ilsa J. Bick sich an einem Jugendthriller versucht nach ihrer Endzeit-Trilogie „Ashes“ verwundert mich weniger. Denn auch dort herrschte das Düstere vor: Menschliche Abgründe, verzweifelte Situationen und immer wieder der Funke Hoffnung.

So stellt sie ihre Geschichte auch hier da, auch wenn sie im Hier und Jetzt verankert ist und real wirkt. Protagonistin ist die 16jährige Jenna. Ein „Problemkind“, wie ihr Vater sie behandelt, aber dass da weit mehr hinter steckt erfährt man schnell.

Die Themen des Buches sind vielfach: Depressionen, Angst, Suizid, Missbrauch. Doch die Themen sind nicht voneinander getrennt, bedingen einander, ziehen einander an und nach und fügen sich wie kleine Rädchen ins Gesamtbild. Dabei wird es teilweise eher oberflächlich gehalten, was für mich aber völlig okay ist.

Die Geschichte wird von Jenna direkt erzählt – auf Tonband aufgenommen – nach einem dem Leser unbekannten Unfall/Ereignis. Das macht es sehr realistisch und nah, denn der Leser fühlt sich von Jenna direkt angesprochen, auch wenn sie die Geschichte dem Polizisten Bob erzählt.

Das Buch ist sehr stimmungsvoll geschrieben, die einzelnen Szenen sind sehr gut ausgearbeitet und geben immer nach und nach mehr vom Gesamtbild bei. So hat man zwar früh recht viele Theorien, was geschehen sein mag – aber das Puzzle setzt sich erst am Ende komplett zusammen und lässt einen atemlos zurück. Passend zum Titel „Atemnot“. Im Original übrigens „Drowning Instinct“, was mehrfach auch im Buch aufgegriffen wird.

Wer Geschichten außerhalb der heilen Welt lesen will, wer keine Probleme damit hat, sich auch auf eine andere Perspektive einzulassen, der ist genau richtig bei diesem Buch. Es ist ein Jugendbuch, aber kein sanftes. Dabei nicht brutal oder dergleichen, sondern durch die Thematiken bedingt nicht einfach. Aber dennoch mehr als lesenswert und definitiv zum Nachdenken anregend.

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