Dein eines, wildes, kostbares Leben – Jessi Kirby

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Buch: Dein eines, wildes, kostbares Leben
Autor: Jessi Kirby
Verlag: Franckh Kosmos Verlag  (Juni 2014)
Seiten: 304 Seiten

Ich finde das Cover ja wirklich wunderschön und auch sehr passend. Hach.

Meine Meinung:

Bereits der Titel dieses Buches hatte mich gepackt – und er ist auch der Aufhänger für die Story.

„Sag mir, was hast du vor mit deinem einem, wilden und kostbaren Leben?“

Dieser Frage und vor allem der Antwort darauf muss sich die Protagonistin Parker Frost stellen. Auf eine Weise, wie sie ihr vorher nie in den Sinn gekommen ist. Denn durch den Fund eines Tagebuchs und den daraus resultierenden Geschehnissen fängt Parker an, ihr eigenes Leben zu überdenken.

Der Stil von Jessi Kirby ist wirklich angenehm zu lesen und sie versteht es, den Leser mit ihrer Geschichte gefangen zu nehmen. Die Charaktere sind gut gezeichnet und wirklen glaubhaft. Die Ausgangssituation und die Geschehnisse sind interessant beschrieben und ich wollte das Buch kaum aus der Hand legen. Als Leser wollte ich einfach wissen, wie es mit den beiden Ebenen der Geschichte weitergeht – sowohl im Tagebuch als auch in Parkers Leben. Und welche Rückschlüsse Parker schließlich für sich selbst gewinnen kann.

Die Suche nach sich selbst, den eigenen Träumen und Zielen und dem Gerechtwerden der Anforderungen der eigenen Umwelt an einen sind mit die Hauptthemen dieses Buches. Und ich finde, dass die Umsetzung toll gelungen ist und für einen Jugendroman gut passt.

Ein schönes Buch, mit einer wunderbaren Geschichte.

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Sonntags bei Sophie – Clara Sternberg

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Buch: Sonntags bei Sophie
Autor: Clara Sternberg
Verlag: Aufbau TB (Februar 2014)
Seiten: 304 Seiten

Dieses wunderbare Buch durfte ich als Wanderbuch lesen. Allerdings muss ich es mir auch noch selbst kaufen, das muss im Regal stehen! 😉

Meine Meinung:

Sonntags bei Sophie ist ein wunderbares, trauriges und schönes Buch und zudem das Debüt der Autorin Clara Sternberg.

Gefühlvoll und lebensbejahend und real schildert die Autorin die Freundschaft dreier Frauen, die viel miteinander durchgemacht haben und nun an einem Wendepunkt ihres Lebens ankommen.

Sonntags bei Sophie hat mich so tief berührt – bereits auf den ersten Seiten waren die Charaktere mir ans Herz gewachsen und ich musste Tränen vergießen bei dem, was folgen würde. Das schafft sicher nicht jede Autor und es spricht sehr für die Geschichte. Auch weiterhin wird die Balance zwischen Humor und Trauer, Leben und Tod, Glück und Unglück gut gehalten und die Protagonistinnen erkennen, was wirklich wichtig ist. Und lernen loszulassen.

Dabei ist der Stil so leicht und humorvoll, aber auch nachdenklich und ehrlich, dass es einem wirklich leicht fällt, das Buch zu lesen und so viel schwerer fällt, es wegzulegen oder gar zu beenden.

Selbst jetzt beim Gedanken an die Geschichte hab ich einen Kloß im Hals und denke gleichzeitig an die wunderbaren Momente der Freundschaft, die die Charaktere erlebt habn, aber auch an die, die ich selbst in meinem Leben machen konnte.

Wunderbar. Wunderschön. Empfehlenswert.

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Weil ich Layken liebe – Colleen Hoover

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Buch: Weil ich Layken liebe
Autor: Colleen Hoover
Verlag: dtv (November 2013)
Seiten: 351 Seiten
Reihe: Slammed #1

Das Buch kam als Wanderbuch zu mir 🙂

Meine Meinung:

Weil ich Layken liebe ist ein wunderbares Buch über Liebe, Familie, Freundschaft und Ehrlichkeit. Und über das Leben an sich und all seine Tragödien und Komödien.

Das Buch erzählt die Liebesgeschichte von Layken und Will und heißt im Original „Slammed“ – ein sehr passender Titel, ist doch das Slammen ein roter Faden im Buch. Die deutsche Übersetzung des Titels ist dabei wenig gekonnt. Denn immerhin wird dieses Buch aus Laykens Sicht erzählt und nicht aus Wills.

Zur Story möchte ich sonst gar nicht viel sagen. Wenn man da nämlich nicht viel weiß, gibt es einige wirklich überraschende Elemente und die werten das Buch auf. Die Geschichte ist soweit gut erzählt und die Charaktere sind ausgearbeitet und wirken echt und menschlich.

Der Stil von Colleen Hoover ermöglicht einem ein schnelles und fließendes Lesen und ist wirklich sehr angenehm.

Eigentlich ist dieses Buch der Auftakt einer Trilogie. Aufgrund sehr gut begründeter Rezensionen und meinen eigenen Befürchtungen (sorry, aber da kann einfach keine gute Geschichte hiernach mehr kommen) – werde ich den Rest nicht lesen und diesen wirklich guten Band als Einzelgeschichte in Erinnerung haben. Da das Ende in sich abgeschlossen ist, muss man also auch nicht weiterlesen. Die Kritiken für die Folgebände besagen, dass es einfach nur kindisch ist, keine wirkliche Story hat, vorhersehbar ist und am schlimmsten: das die Charaktere gar nicht mehr sie selbst sind. Darauf verzichte ich 😉

Daher: Dieses Buch kann ich euch bedingungslos empfehlen. Es macht Spaß zu lesen, man kann auch mal ein Tränchen vergießen oder gut lachen. Ein angenehmes Buch, das sich gut lesen lässt und Lesefreude bereitet mit einem angenehmen Ende.

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Liebe kann man nicht googeln – Julia K. Stein

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Buch: Liebe kann man nicht googeln
Autor: Julia K. Stein
Verlag: Gmeiner (Februar 2014)
Seiten: 440 Seiten

Meine Meinung:

Das rosa Cover und der Titel haben für mich auf ein amüsantes-romantisches Buch schließen lassen – leider wurde ich in der Hinsicht enttäuscht.

Der Debütroman von Julia Stein hat gute Ideen, die leider nicht so gut umgesetzt wurden. Der Blog von der Protagonistin Lena würde so in echt nicht funktionieren – aber das ist ja auch für eine Romanidee. An sich wäre der Blog durchaus interessant – aber ich fand, dass das Medium einfach nicht gut genug genutzt wurde. Lena schreibt da wie eine Art Tagebuch, kaum Austausch, kaum anderes.

Die Protagonistin ist 33 Jahre alt und leider sehr naiv und zickig. Den Anfang des Buches fand ich noch witzig, aber irgendwie war es von den Witzen her immer dasselbe. Der Humor blieb dabei für mich persönlich auf der Strecke. Auch Lenas Entwicklung war sehr hölzern – knapp 400 Seiten gar nichts und dann auf den letzten 10 Seiten kommt etwas Einsicht? Puh.

Die Chemie zwischen Lena und Björn hat für mich einfach nicht gestimmt. Abgesehen davon, dass die beiden sich ständig anzicken und anlügen kam einfach keine Romantik rüber. Ich bin nicht weggeschmolzen bei Björns Auftritten wie Lena und ich konnte die Gefühle der beiden nicht nachvollziehen.

Die Idee an sich ist ja nicht neu: 2 unterschiedliche Charaktere, die sich gerne streiten, verlieben sich, mpssen Schwierigkeiten überwinden usw. Das würde mich gar nicht stören, wenn es schön ausgearbeitet wäre und die Gefühle auch für mich als Leser klarer werden. Aber da das nicht passierte, wirkt es eher wie eine einfallslose Idee, die versucht wurde auf die neueren Medien zu übertragen (Blog), aber wo das Potenzial einfach nicht ausgeschöpft wurde.

Für einen Zwischendurch-Roman ist das Buch sicher geeignet und es findet sicher auch Liebhaber für die chaotisch-naive Lena, aber bei mir hat es leider nicht gefunkt.

 

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Das letzte Polaroid – Nina Sahm

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Buch: Das letzte Polaroid
Autor: Nina Sahm
Verlag: Blumenbar (Februar 2014)
Seiten: 237 Seiten

Meine Meinung:

Das letzte Polaroid ist das Debüt der jungen Autorin Nina Sahm, die einen interessanten, leisen und Fragen aufwerfenden Roman schrieb über Charaktere, Freundschaften, Anpassung und das Selbst-sein.

Anna und Kinga lernen sich am Balaton kennen, als sie 14 Jahre alt sind. Kinga ist Ungarin aus einfachen, aber sehr schönen Verhältnissen. Anna stammt aus einer erfolgreichen und wohlhabenden Familie. Die Freundschaft ist somit zumindest auf einer Elternseite unerwünscht, dennoch raufen sich die Mädels zusammen – auch trotz oder gerade wegen ihrer charakterichen Unterschiede.

Das ist der Beginn der Geschichte. Das Buch wird abwechselnd erzählt – es wird die aktuelle Gegenwart (Kingas Unfall und Anna in Ungarn) beschrieben als auch Episoden der Freundschaft damals vor 10 Jahren, als Anna und Kinga sich kennenlernten. Die Übergänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind fließend, aber sehr gut gemacht und sehr schön gestaltet. Man erfährt so Stück für Stück mehr von der Geschichte, bis es sich zu einem Ganzen zusammensetzt.

Der Stil ist sehr angenehm zu lesen und die Charakterstudie wirklich gut gemacht. Es ist ein leises Buch, dessen Stil darin besteht, bei der wörtlichen Rede die Anführungszeichen etc. wegzulassen – was dem Buch sehr zu gute kommt.

Das Ende ist abgeschlossen und offen zugleich und lässt einen nachdenklich zurück. Über die Geschichte hinweg ist man konfrontiert mit einer Vielzahl an Problemen. Interessant fand ich neben den Charakterentwürfen und der Geschichte von Kinga und Anna auch die jüngere politische Lage in Ungarn. Es wird sehr gut ins Buch eingebaut und bringt nicht nur die Geschichte voran, sondern auch den Leser.

Insgesamt also ein wirklich empfehlenswertes Debüt, dass den Leser mit einigen Punkten konfrontiert und mit Fragen zurücklässt, über die man noch eine Weile nachdenken kann.

 

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Wunder – Raquel J. Palacio

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Buch: Wunder
Autor: Raquel J. Palacio
Verlag: Hanser (Januar 2013)
Seiten: 381 Seiten

Dieses Buch kam als Wanderbuch zu mir und hat mich positiv überrascht.

Meine Meinung:

Wunder ist ein wunderbares Buch über Freundschaft, Akzeptanz, Familie und Charakterstärke.

Protagonist ist August – ein kleiner Junge, der eine Erbkrankheit hat und dadurch ein völlig entstelltes Gesicht. Seine Familie liebt ihn abgöttisch und er ist ein toller Mensch. Bisher aber wurde er zu Hause unterrichtet – und nun soll er in die 5. Klasse der Middle School kommen.

Durch seine Krankheit fällt August natürlich auf und hat es oft sehr schwer. Die Spitznamen, die er bekommt sind alles andere als schön. Das Buch geht aber auf eine Weise damit um, dass es wirklich wunderbar ist. August ist ein wundervoller Junge und hat eine tolle Familie. Jeder hat seine Stärken und Schwächen und so zieht sich Menschlichkeit und Güte und Grausamkeit und Liebe durchs ganze Buch.

Schlußendlich reift sicher nicht nur August’s neues Umfeld daran – sondern auch ein bisschen der Leser. Die Einblicke, die uns Palacio in ihrem Roman gewährt, sind gekonnt gewählt und wirken gut durchdacht und ausgearbeitet.

Die meisten Kapitel sind aus der Perspektive von August geschrieben. Einige aber auch von Freunden oder Familie, aus der Sicht von: Via, Summer, Jack, Justin und Miranda. Die Übergänge sind zwar gekenntzeichnet, aber wirklich thematisch perfekt gemacht. Es geht sehr fließend von statten und man lernt so immer neue Sichtweisen kennen.

Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen. Es ist sehr schön gemacht und rührt das Herz.

 

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Es wird keine Helden geben – Anna Seidl

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Buch: Es wird keine Helden geben
Autor: Anna Seidl
Verlag: Oetinger (Januar 2014)
Seiten: 256 Seiten

Meine Meinung:

Der Debütroman „Es wird keine Helden geben“ der jungen Autorin Anna Seidl hat ein berührendes Thema: ein Amoklauf an einer Schule. Dabei steht aber im Fokus vor allem die Zeit nach dem Amoklauf – wie die Menschen damit umgehen und wie das Leben weitergeht.

Erzählt wird der Roman aus der Perspektive der 15jährigen Miriam, die mit dem Leben davon gekommen ist. Doch leider gilt dies nicht für alle und auch nicht für alle Menschen, die Miriam liebte. Und so muss sie sich nun mit dem Leben danach auseinandersetzen. Mit ihren Gefühlen, der Wut, der Schuldfrage, den Gedanken, der Zukunft.

Das ganze aus Miriams Sicht ist gut geschildert. Es lässt einen sehr nah an die Ereignisse herankommen und mitfühlen. Die Sprache ist angemessen für die Protagonistin und das Buch an sich. Es ist intensiv und regt zum Nachdenken an. Das Buch enthält nicht viele Seiten – denkt man zeurst. Doch es ist so wohlüberlegt und gut geschrieben, dass auf diesen Seiten sehr viel Inhalt steht.

Hierbei handelt es sich definitiv nicht um eine Geschichte, die man nebenbei mal liest. Man lässt sich drauf ein und ist gefangen. Man rauscht nicht durch, sondern liest mit Bedacht.

Ein sehr emfehlenswerter Roman mit bedrückender Thematik, aber auch schönen Aussagen. So wie das Leben selbst.

 

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