Gefährlicher Rausch – Katrin Rodeit

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Buch: Gefährlicher Rausch
Autor: Katrin Rodeit
Verlag: Gmeiner
Seiten: 313 Seiten
Serie: Jule Flemming #2

Mein wirst Du sein  – Gefährlicher Rausch – Mich sollst Du fürchten – Alles schläft, einer wacht

Diese Rezension ist tatsächlich schon über ein Jahr alt. Da ich aktuell den vierten Band der Reihe lese, lade ich die bisher nur auf Lovelybooks und Goodreads veröffentlichen Rezis nun auch hier hoch 😉

Meine Meinung:

Dies ist der zweite Band der Jule-Flemming Reihe von Katrin Rodeit und setzt kurz nach den Geschehnissen des ersten Bands an. Die Geschichten sind zwar in sich abgeschlossen, dennoch wird in dieser hier auf die Ereignisse des ersten Teils zurückgegriffen, ohne sie aber genauer zu erläutern. Daher empfehle ich tatsächlich die Bücher in Reihenfolge zu lesen, das sollte einfacher sein – außer man stört sich daran nicht =)

Die Lektüre von Band 1 ist etwas her und am Anfang war es etwas schwierig, wieder reinzukommen. Allerdings muss man sagen, dass es Jule auch wirklich schwer hat die ersten Kapitel lang mit ihrem neuen Fall. Da ist das vielleicht auch kein Wunder.

Die 28jährige Privatdetektivin ist noch mitgenommen von den vorherigen Ereignissen, ihren Gefühlen und ihrem Leben und bekommt dann auch noch einen Fall zugetextet, der alles andere als erfreulich beginnt und immer verworrener wird. Dennoch beißt sie sich tapfer durch und findet wieder neue Kraft. Dabei steigt auch die Spannung stätig im Buch – zum einen der Fall, zum anderen auch Jules Privatleben sorgen für einiges Bauchkribbeln.

Der Schreibstil von Katrin Rodeit ist angenehm zu lesen und man wird immer mehr in die Geschichte reingezogen. Die Charaktere sind in sich stimmig gestaltet, haben verschiedene Facetten und bereichern dadurch das Buch sehr.

„Gefährlicher Rausch“ endet mit einem kleinen Cliffhanger (oder einem großen?!) und daher bin ich froh, dass ich Band 3 bereits hier liegen habe 😉

Ein spannender und gut gestalteter Krimi, der in Ulm spielt, ein interessantes Setting und gute Charaktere beinhaltet.

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Plötzlich Glückspilz – Bobbie Pyron

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Buch: Plötzlich Glückspilz
Autor: Bobbie Pyron
Verlag: Thienemann Verlag (März 2015)
Seiten: 272 Seiten

Vielen Dank an den Thienemann Verlag für das Rezensionsexemplar.

Meine Meinung:

Plötzlich Glückspilz erzählt liebevoll und ernst, mit einigen humorvollen Szene, von Glück und Pech, Freundschaft und Zusammenhalt.

Die Protagonisten sind die beiden Außenseiter und Freunde Nate und Gen, wobei die Geschichte aus Nates Sicht erzählt wird.
Nate ist ein unglaublicher Pechvogel, wobei ihm Gen immer wieder bescheinigt, dass es sowas wie Pech und Glück nicht gibt. Doch dann geschieht etwas unfassbares und Nate lernt auch die andere Seite kennen. Und merkt dabei doch schnell, dass Glück nicht alles ist. Und dass Glück auch negative Sachen hervorruft, denen man sich stellen muss.

Vor allem hat mir die Ernsthaftigkeit des Buches gefallen, mit denen die Themen behandelt werden. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und man schließt sie gut ins Herz. Auch wird es fabelhaft dargestellt, wie jeder gute und schlechte Seiten hat und dass Freundschaft und Zusammenhalt einfach wichtiger sind.

Auch die Protagonisten gefallen mir gut und ich mag die leichte Überzeichnung der Charaktere und Situationen, die das ganze auflockern und einen humorvollen Ton verleihen. Dadurch liest sich das Buch mit einer Leichtigkeit, die wirklich Spaß macht, aber ohne die ernstere Handlung zu stören.

Insgesamt ein wirklich rundes Kinder- und Jugendbuch, dessen Geschichte mir viel Spaß bereitet hat.

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Fractured – Teri Terry

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Buch: Fractured
Autor: Teri Terry
Verlag: Nancy Paulsen Books (September 2013)
Seiten: 336 Seiten
Reihe: Slated #2

SlatedFractured – Shattered

Meine Meinung:

Der zweite Teil der Slated-Trilogie Fractured von Teri Terry befasst sich vorwiegend mit dem im Titel angedeuteten Geschehen.

Achtung: Die Rezension enthält Spoiler zu Band 1 (Slated/Gelöscht).

Der zweite Teil dreht sich stärker und Kylas Vergangenheit und den Prozess ihrer „Seelenspaltung“, dessen Auswirkungen wir bereits im ersten Band etwas kennengelernt haben.
In Fractured folgen weitere schreckliche Erkentnisse aus der Vergangenheit und wir lernen als Leser mehr und mehr darüber, was passiert ist und welche Auswirkungen das hat.

Das hat aber zur Folge, dass das Buch für einige Leser konfus und anstrengend sein kann. Immerhin kämpfen die verschiedenen Teile Kylas miteinander und sie versucht, mit sich selbst und ihrem Leben klarzukommen und herauszufinden, was passiert ist und auf welcher Seite sie selbst stehen will.
Ich persönlich fand es sehr brillant, wie die unterschiedlichen Aspekte von Kyla dargestellt wurden und dass man allein durch den Schreibstil merkte, wer gerade da ist und die Oberhand hat. Wenn einem Autor so etwas gelingt, bin ich immer sehr beeindruckt und es wirkt sich auch sehr gut auf den Lesefluss aus.

In Folge dessen positionieren sich auch die einzelnen anderen Charaktere mehr in die Rollen: AGT, Lorders, MIA… doch auch hier ist sicherlich nicht immer alles, wie es scheint. Es sind recht viele Handlungsstränge, doch merkt man, wie sie weiter zusammenfließen und auf das Finale in Band 3 hinauslaufen.

Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr und finde ihn im Original wirklich wunderbar zu lesen. Band 2 setzt etwas mehr auf die Innenwelt von Kyla und auf die Vergangenheit und wird erst zum Ende hin auch wieder in den aktuellen Ereignissen richtig spannend. Da ich aber diese Aspekte sehr wichtig finde, um die Protagonistin voranzubringen und einige Sachen zu erklären, hat mich dies nicht gelangweilt, sondern in Atem gehalten und darauf warten lassen, wann der nächste Knall kommt. Und der kommt. Immer.

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Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck – Franz Ferdinand von Österreich-Este

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Buch: Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck
Autor: Franz Ferdinand von Österreich-Este
Herausgeber: Frank Gerbert
Verlag: Kremayr & Scheriau (März 2013)
Seiten: 288 Seiten

Meine Meinung:

Das Buch mit dem äußerst langen, aber besonderen Titel stellt das Reisetagebuch von Franz Ferdinand von Österreich-Este dar. Der Titel ist bereits ausschlaggebend für die meisten Beobachtungen des Kronprinzen, der auf seiner Weltreise viele Länder besucht und dort nicht nur die angenehmen Seiten des Landes sucht, sondern vielmehr „ethnologische Studien“ betreiben mag, sein Jagdglück versuchen und viel über Land und Leute lernen.

Franz Ferdinand scheint ein äußerst kluger und scharf beobachtender Mensch zu sein, der aber trotzdem Kind seiner Zeit ist. So sind einige Äußerungen für uns heutzutage undenkbar und unhaltbar, doch gerade das macht den Bericht auch für mich als Zeitzeugnis so realistisch. Neben dem großen Einfluss der damaligen Zeit auf die Betrachtungsweise der indigenen Bevölkerung (die im Normalfall alles andere als charmant ist) spiegeln sich aber auch eigene Gedanken und auch Kritik an den Verhältnissen der Zeit wieder und geben ein interessantes und umfassenderes Bild des Autors wieder.

Die Reiseroute ist interessant gewählt – ich war ein wenig enttäuscht, dass Südamerika nicht besucht wurde, aber dafür waren die anderen Stationen auch sehr interessant und ich habe einiges Neues gelernt. Zudem habe ich einige der besuchten Orte für mich nochmal nachgeschlagen, weil das Interesse dafür einfach geweckt wurde.

Die Beschreibungen von Franz Ferdinand sind faszinierend zu lesen. Seine große Leidenschaft des Jagends stieß mir des Öfteren auf – vor allem, da er immer auf der Jagd nach den schönsten Exemplaren der Art war, und er die Natur auf andere Weise eigentlich stark bewunderte und respektierte. Das sind die Seiten, die für mich nicht ganz zusammenpassen, aber dann eben doch ein gutes Spiegelbild für die damalige und auch sicherlich auch für die heutige Welt abgeben!

Gefallen hat mir auch, das Rechtschreibung und Grammatik des Kronprinzen (größtenteils?) beibehalten wurden und man wirklich in die tatssächlichen Tagebücher blicken kann. Ich fand diesen Aspekt auch sehr faszinierend und war erstaunt, wie viele englische Wörter sich doch bereits damals in die Sprache eingeschlichen hatten! Soviel zu Anglizismen der Neuzeit 😉
Einige Passagen der Tagebücher wurden abgekürzt (der Original-Text soll um die 1000 Seiten gehabt haben), aber der Lesefluss bleibt meist dennoch erhalten. Frank Gerbert’s Vorwort gibt einen guten Einstieg zum Buch und zu Franz Ferdinand, seine Bearbeitung des Textes ist gelungen und für den Leser gut aufbereitet.

Insgesamt stellt das Buch ein faszinierendes Zeitzeugnis das, dass mit einigen Bildern und interessanten Fakten ergänzt wurde und ein umfangreiches Spektrum der Weltreise ablichtet.

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Frostglut – Jennifer Estep

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Buch: Frostglut
Autor: Jennifer Estep
Verlag: IVI/Piper (Oktober 2013)
Seiten: 448 Seiten
Reihe: Mythos Academy #4

FrostkussFrostfluchFrostherzFrostglut – Frostnacht – Frostkiller

Meine Meinung:

Frostglut ist der vierte Band der Mythos-Academy Hexalogie und führt die Handlung spannend und geladen weiter.

Mein Lieblingsband bleibt zwar der dritte, doch auch diese Geschichte ist gelungen und macht Freude auf mehr. Die Ereignisse geraten immer mehr ins Rollen und man merkt, dass das Buch langsam, aber stetig aufs Finale vorbereitet.
Neue Geheimnisse werden gelüftet und wir bekommen gemeinsam mit Gwen neue Einblicke in die finstere Welt der Schnitter und in ihre Pläne, Loki wieder zu seiner alten Macht zu führen.

Besonders mag ich neben dem Wolfswelpen und Vic auch die Göttin Nike. Mir gefällt es immer sehr, wenn sie richtig in Erscheinung tritt und Gwen und den anderen hilft. Ich finde, sie ist ein toller Nebencharakter und führt Gwen stetig an.

Auch treten neue Charaktere (sowohl Verbündete als auch Feinde) auf und bereichern das Geschehen spürbar. Es wird eine gute Spannung erzeugt und vor allem das Finale des Buches ist wirklich gelungen. Ich musste das Ende unbedingt in einem Rutsch lesen und konnte das Buch nicht zur Seite legen. Gewisse Dinge waren zwar vorhersehbar, aber ich muss sagen, dass mir das trotzdem nicht den Lesespaß verdorben hat – im Gegenteil, ich wollte unbedingt wissen, ob ich recht hatte mit meinen Vermutungen.

Durch die Szene zum Schluß der Geschichte bin ich zudem sehr auf den fünften Band gespannt, und mir zugleich sicher, dass er abenteuerreich werden wird.
Alles in allem also eine sehr gelungener Fortsetzung der Mythos Academy Reihe mit einem tollen Setting, einer spannenden Handlung und gut ausgewählten Charakteren. Auf baldiges ein Wiedersehen!

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Der Gejagte – Cairiel Ari (Winterchroniken von Heratia II)

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Buch: Der Gejagte
Autor: Cairiel Ari
Seiten: 252 Seiten
Verlag: Xin E.V. Literaturverein  (Januar 2015)
Reihe: Die Winterchroniken von Heratia #2

Der VerfluchteDer Gejagte – ?

Der Gejagte ist der zweite Band der Trilogie „Die Winterchroniken von Heratia“ von Cairiel Ari.

Die Geschichte wird kurz nach den Ereignissen vom ersten Band fortgeführt und man wird direkt wieder ins Geschehen katapultiert. Kleinere Hinweise zu den vorherigen Ereignissen werden immer wieder eingebaut, sodass man sich dadurch zurückerinnern kann.

Sprachlich ist das Buch wieder gut gestaltet und es lässt sich flüssig lesen. Kleinere Fehler schlichen sich ein, in Form von partiell fehlender Kursivschreibung, die aber trotzdem durch die Schreibweise deutlich wird.

Vor allem das letzte Drittel des Buches hat mir storytechnisch richtig gut gefallen. So im früheren/mittleren Teil gab es da ein paar Durststrecken, die für mich nicht ganz so gut zu lesen waren, aber trotzdem die Handlung voran brachten. Daher gibt es da auch nur einen minimalen Punktabzug – sonst ist die Geschichte wunderbar aufgebaut und spannend geschrieben. Auch gab es die eine oder andere Überraschung, die ich so definitiv nicht erwartet hatte – das ist für einen Leser ja immer gut.

Ganz besonders mag ich, wenn die Charaktere Serrashil und Seran miteinander zu tun haben und hoffe da auf noch mehr Szenen – das wird dann Buch 3 zeigen 😉

Das Ende ist spannend und man möchte gerne weiterlesen, da es noch einige offene Fragen gibt.

Insgesamt also eine gelungene Fortführung der Ereignisse im ersten Band, die vielleicht noch etwas phantastischer angereichert werden könnte. Gute Charaktere, eine faszinierende Welt und eine interessante Geschichte vereinen sich hier zu einem tollen Fantasybuch.

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Tödlich entfesselt (Talent #3) – Simone Olmesdahl

https://i2.wp.com/www.bookshouse.de/images/cover/129_full.jpg Buch: Tödlich entfesselt
Autor: Simone Olmesdahl
Verlag: Bookshouse (Juli 2014)
Seiten: 362 Seiten
Reihe: Talent #3

Gefährlich begabtTeuflisch erwachtTödlich entfesseltGiftig vereint

4,5 Sterne

Der dritte Band der Tetralogie „Talent“ von Simone Olmesdahl führt die spannende und düstere Geschichte weiter. Achtung: Nicht vom Cover täuschen lassen!! Hier geht es um böse Magier und Menschen, es wird gemordet was das Zeug hält und ist nicht gerade das verträumt-romantische Buch, dass man sich vielleicht vorstellen mag 😉

Der Titel trifft es dafür umso besser: Tödlich entfesselt kann man das wirklich nennen, was hier abgeht. Allerdings hat das Geschehen ein paar kleinere Schwächen (u.a. Sebastians ständige Rumheulerei), daher gab es für mich 1/2 Stern Abzug im Gegensatz zu Band 1+2. Das Ende war hingegen wieder fulminant (wer hätte denn DAMIT gerechnet) und tjoa… jetzt sitz ich so hier und wünsche mir Band 4 her, der aber gerade erst im Lektorat ist. Pech gehabt.

Sprachlich ist das Buch weiterhin wunderbar geschrieben, auch wenn mir der ein oder andere Tippfehler aufgefallen ist. Simone Olmesdahl hat aber einen Stil, der einen ins Geschehen eintauchen lässt und mit den Charakteren mitleiden. Und leiden muss man hier öfter als einem lieb ist. Auch wenn der Band miminal etwas schwächer ist als die Vorgänger bereitet er doch großartig auf das Finale vor und man fragt sich schon, wieso die Reihe danach eigentlich zu Ende ist. Definitiv eine empfehlenswerte Reihe mit vielen spannenden Elementen, Wendungen und gut geschriebenen Charakteren.

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